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Ohne Worte...

Wie die Überschrift schon verrät, dass alles ist eigentlich nicht mehr mit Worten zu erklären. Es ist desaströs, gestandene Profis und eigentliche Leader wie Holtby machen Fehler um Fehler, dass Eigentor meine ich damit gar nicht. Wir sind in der schlimmsten Miesere seitdem die Bundesliga besteht. Wir haben nach 8 Spielen zwei Punkte und 2 Tore, diese wurden bekanntlich in den ersten beiden Spielen geschossen. Es gab mit Ingolstadt, RB und Frankfurt 3 Heimspielgegner die man schlagen muss, davon konnten wir einen Punkt hier behalten. Gründe für solch einen katastrophalen Start gibt es viele, die Frage ist nur wie schafft man diese abzuschaffen? Eigentlich gibt es da nur eins, ein Erfolgserlebnis muss her. Eine Führung, die man schon bei Hertha hätte schaffen können, da fehlte aber das Glück und nun ist bei jedem Rückstand die blanke Angst im Spiel wieder zu versagen und zu verlieren. Der Trainerwechsel hat keine erhoffte Euphorie gebracht, dass erste Spiel war gut und danach fiel man wieder in alte Zeiten zurück. Die Mannschaft hat keinen Leader auf dem Feld, auch wenn man das bei diesen Namen durchaus vermuten könnte. Der Druck auf die Neueinkäufe war von Beginn an zu hoch, Halilovic braucht Zeit, doch jeder der FIFA spielt hat sich ihn in sein Team geholt und vermutete von Beginn an, dass er der neue Heilsbringer auch in der Realität ist. Kostic ist die Ablösesumme nicht wert und er schleppt sich gerade damit rum. Der einzige der mich bisher positiv überrascht ist Douglas Santos und bei ihm dachte ich, er würde mehrere Monate brauchen. Das sind definitiv einige Gründe warum es nicht läuft. Warum man allerdings so harmlos in der Offensive ist, weiß wahrscheinlich nicht mal mehr der Trainer. Die Fans wurden vom „Vorsänger“ dazu animiert sich umzudrehen und den Mittelfinger zu heben, ja man kann es verstehen, aber helfen tut es keinem. Ich habe mich nach ein paar Sekunden wieder umgedreht und ohne den besagten Finger zu heben, ich weiß persönlich nämlich gerade selbst wie es ist unten drin zu stehen und Du weißt nicht mehr was Du anderes machen sollst. Im Gegensatz zum HSV schießt mein Verein aber wenigstens noch ab und an auf das Tor.

Klare und deutliche Worte haben im übrigen gestern und heute ein paar andere gefunden.

René Adler nach dem Spiel bei Sky: "Da stehst du mal wieder hier, zu Hause, nach einem 0:3. Eigentlich habe ich keine Lust, immer das Arschloch zu sein, das alles erklären muss. Ich habe keinen Bock, mich nach jedem Spiel auspfeifen zu lassen, das kotzt mich an. Wir haben uns abschlachten lassen, anders kann man es nicht sagen. Mir fehlen da die Worte. Ich muss aufpassen, nicht absoluten Quark zu reden, weil mir einfach die Worte fehlen. Ich möchte auch nicht alles in Schutt und Asche legen. Spätestens als wir die Rote Karte kriegten, war das Ding durch. Dann muss ich aber auch so clever sein, zu zehnt das Ding durchzuziehen. Dann bleibe ich hinterm Ball, rackere und komme vielleicht durch ein Standard noch zu einem Tor. Aber wir ergeben uns. Das geht nicht. Wir haben alles vermissen lassen, was man braucht, um in der Bundesliga zu gewinnen. Das ist auch eine Sache von Ehre und Einstellung." Quelle: Bild

Adler kann einem Leid tun, er ist gestern nach dem 0:3 förmlich ausgerastet. Tritt an den Pfosten, schreit und schimpft, schnappt sich Holtby und macht ihn rund. Diskutiert schreiend neben dem Tor mit Co-Trainer Frank Fröhling. Der Frust musste gestern einfach raus, vielleicht hätte das schon viel früher passieren müssen.

Heute meldete sich Karl Gernandt bei HSV.de zu Wort: „Ich bin entsetzt, wie zaghaft, wie wenig geschlossen und zum Teil naiv unsere Spieler sich hier beim ersten Spiel des neuen Trainers gezeigt haben. Die Art und Weise, wie sich unsere Spieler beim 0:3 verkauft haben, ist erschreckend. Wir als HSV haben uns zu einer einheitlichen Wertestruktur bekannt, wollen für Geschlossenheit und Stärke stehen, aber davon ist auf dem Platz nichts zu sehen gewesen. Wer für den HSV aufläuft, der muss sich anders präsentieren. Ich halte nichts von Ausreden und Alibis. Das Team wurde im Sommer verstärkt, da waren sich alle einig. Und jetzt sind es genau diese Spieler unseres Kaders, die mit viel Fleiß, einem sehr motivierten Trainerteam, sehr guten Bedingungen und einer entsprechenden Haltung dafür sorgen müssen, dass hier schnellstmöglich die sportliche Wende herbeigeführt wird. Wer jetzt sein Verhalten nicht komplett in den Dienst unseres HSV stellt, der spielt leichtfertig mit den Werten unseres HSV. Und das werden weder der Vorstand noch der Aufsichtsrat zulassen.“

Deutlichere Worte konnte der Aufsichtsratsvorsitzende nicht finden, er appelliert an der Ehre der Spieler. Mit Recht tut er das, die Mannschaft wurde für 30 Millionen Euro verstärkt und kein Stammspieler hat den Verein verlassen.

Markus Gisdol trat heute vor die Mannschaft und auch er fand ihr gegenüber deutliche Worte, neben ihm war auch Didi Beiersdorfer mit in der Kabine. Der Trainer: „30 Minuten hat es gedauert. Es war sachlich, aber sehr direkt. Es gab keinen Austausch mit den Spielern, sondern es gab Ansagen. Es ist schon nicht leicht, nicht aus der Haut zu fahren. Ich bin ein emotionaler Mensch. Aber man muss sachlich bleiben in seiner Analyse. Der Schlüssel ist Stabilität. Besonders in der Zentrale.“ Quelle: Bild.de

Ich weiß nicht wie wir in dieser Verfassung am Dienstag selbst beim Halleschen FC gewinnen wollen. Ich weiß nur, dass uns ein Sieg mal wieder Selbstbewusstsein geben würde und man dann auch anders in die kommenden Bundesligaspiele gehen kann. Dieser Sieg muss dann aber auch überzeugend ausfallen, wenn es sogar dort eine Niederlage setzt, dass weiß ich nicht wann wir überhaupt nochmal wieder siegen werden.

Mir haben die Verantwortlichen heute von der Seele gesprochen, ich bin froh das sie es getan haben. Mein Gefühl sagt mir, dass wir da unten nicht so schnell mehr raus kommen werden. Vielleicht auch gar nicht. Die Mannschaft ist Leb-und Leidenschaftslos!

Für die nächsten Wochen wird jetzt auch noch Spahic ausfallen, gegen Köln steht Markus Gisdol demnach nicht ein Innenverteidiger zur Verfügung. Ich vermute, dass jetzt gegen Halle Jung und Cléber dort spielen werden. Gegen Köln dann wahrscheinlich Jung und Ekdal oder es wird Carolus oder Oschkenat eine Chance gegeben.

In diesem Sinne am Dienstag gibt es die nächste Chance…

euer

HSVMaRie


P.S.: Die „Zwote“ gewann heute ihr Auswärtsspiel beim VFL Wolfsburg II mit 3:1. Durch Tore von Knöll, Küc und Janjicic. Glückwunsch, Jungs!

22.10.16 21:28

Letzte Einträge: Walace da / Kommt noch ein Offensiv-Allrounder?, Mehmedi zum HSV?, Das hätte ich nicht erwartet..., Kader steht..., Nur so geht es...!, Neue Seite - doch das gewohnte bleibt!

bisher 9 Kommentar(e)     TrackBack-URL


el commandante (23.10.16 19:57)
ich mag den HSV u. schalke immer schon. den hsv nicht nur wegen happel. keine ahnung warum. rb leipzig finde ich zum... usw. in bayern nur den 1860 und die bayern münchen nur wegen alaba, der in meinem wohnungsbau 4 oder 5 stiegen weiter aufgewachsen ist. an ihn selbst kann ich mich nicht erinnern. mein sohn hat wie er beim sv aspern das kicken begonnen. mein sohn saß als gestandener & guter verteidiger nur auf der bank. stöger und hasenhüttl sind sowieso in ordnung usw. usf. wenn ich meine topfpflanzen umbringen wollen täte, würd ich sie mit dem roten bullen aus der dose bekanntmachen.

ganz liebe grüße
thomas


hsvmarie / Website (24.10.16 14:07)
Moin Thomas,

danke für dein Kommentar! :-)

Ob wir die Zeiten von Happel jemals wieder erleben werden? Im Moment darf daran mehr als nur gezweifelt werden.

LG
hsvmarie


el commandante (24.10.16 14:30)
der eine oder andere trainer in der heutigen deutschen bundesliga, von dem wird man mögl.-weise in 30 jahren auch sagen: "kannst dich noch an xyz 2016/17 bei dortmund oder schalke oder werder oder dem hsv erinnern, der war mehr als ein genie..." ich selbst war immer der völlig talendloseste freizeitnebenbei-kicker, bänderrisse im sprunggelenk dabey, aber eines konnte: meine mitspieler mitreissen und dann sind wir zu viert samt ball ins gegnerische tor reingelaufen. das war aber schon alles was ich konnte beim kicken.

GLG
thomas


hsvmarie / Website (24.10.16 20:54)
Absolut, aber Markus Gisdol wird es wohl nicht sein...man soll aber bekanntlich niemals nie sagen.

Thomas Tuchel könnte so einer sein bzw. werden, aber auch in Dortmund ist nicht alles Gold was glänzt! Das braucht ebenso Zeit, mit den vielen Talenten.

Gruß
HSVMaRie


el commandante (25.10.16 01:36)
ich sags frisch von der leber, ich hab s mit fußball nicht so, obwohl ich immer mehr für meine austria wien schwärmte als fürs nationalteam, aber bzw. deutscher fußball: da kenn ich mich noch weniger aus. ich denk mir manches mal, die verdienen wahrscheinlich zu viel kohle, obwohl ich niemanden sein geld neide. ich hab mich im poxsitiven sinn oft über maggath abgehaut. der war doch hsv - oder? ansonst kann ich deinem kommentar oben vom bauch heraus vorsichtig nur gern recht geben, allein ich hab von tuchel u. gisdol noch nie was gehört. ich kenn auch zur zeit nur 3 oder 4 aktuelle spieler von meiner austria wien. die sportart die ich früher noch betreiben konnte, war sehr kostenintensiv (material, anreisen, heimreisen, startgeld usw.) und ich mußte mir alles selbst finanzieren. leider wurde auch immer viel gedopt damals. ich spüre, daß du eine echte und gestandene fachfrau bist.

gruß thomas


hsvmarie / Website (25.10.16 13:46)
Ich kann auch nur sagen, dass ich mehr für meinen Verein fiebere als für die jetzige Nationalelf. Das liegt aber eher an der Zusammenstellung des Kaders von Herrn Löw. Aber das ist ein anderes Thema.
Magath - war beim HSV als Spieler und Trainer, unvergessen sein Tor zum Europapokal der Landesmeister gegen Juventus Turin 1983.
In einem Punkt muss ich Dir aber widersprechen, ich bin keine Fachfrau, wenn dann Fachmann! ;-) Der Name MaRie setzt sich aus etwas anderem zusammen.

Gruß
HSVMaRie


el commandante (28.10.16 03:58)
es hätte mich g.wunderT, wenn ich das erste mal in meinem leben nicht nicht ständig und dauernd.
von einem fettnäpfchen in das andere steige.
ich denke als trainer von egal welchen sportmannschaften sollte man herausarbeiten, was zb. der unterschied ist.
der unterschied zwischen strategie, taktik und didaktik usw. usf.
z.b. wie man alles buchstabiert. da hat man für den 1 tag schon nicht allzuviel falsch gemacht.

siehe >>> das österreichische WUNDERTEAM zw. 1930 & 1934

ich war immer einzelgänger, ich wollte mich nie auf andere verlassen müszen. drecksarbeit ist für mich ein vergnügen. da komm ich wenigstens weg vom schreibtisch.
am liebsten denke ich null und variere in dem ich die bälle verteile. in alle richtungen. usw. usf. wenn ich heutzeutage kicker wär - hätte ich nicht allzu viele natürliche feinde (höchstens z.b. >> telephon, türklinke, klapprechner, autos, flugzeuge). an einem gegenspieler würde ich möglicherweise rechts den ball vorbeispielen und zugleich links vorbeilaufen - am gegner - oder um ihm herumlaufen. vorzüglicherweise mit ball. mir gefallen besonders karten in allen farben.
grusz am MaRie


(28.10.16 04:14)
bitte lieber MaRie: fasse den obigen blödsinn von mir nicht als verarsche auf. ich kenn mit kicken wirklich nicht aus. ich empfinde mit meinen darmzoten anstelle meines hirns (bauchgefühl) nur, dasz manche sportler zuviel geld verdienen. findest du nicht, daß dies möglicherweise auch ein bisserl den charakter eines menschen verändern könnte. das ist nämlich für mich der springende punkt. bei so manchem. u.a. im leistungssport.

sei gegrüßt
thomas


hsvmarie / Website (29.10.16 22:47)
Moin,
alles gut! :-)
Das der Fußball überbezahlt wird, steht außer Frage. Ich bin gespannt in welche Sphären das noch gehen wird, dann werden durchschnittliche Kicker 40 Millionen kosten. Es ist schon eine kranke Welt!

Gruß
HSVMaRie

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